Bei den Landesmeisterschaften der Junioren und Elite im Kunst- und Einradsport am 01.03. in Schwanewede konnten die Sportlerinnen des RSV Löwe Gifhorn mit einem guten Auftritt überzeugen. Zwei Landesmeistertitel und eine Silbermedaille waren die Belohnung für starke Leistungen.
Den spannendsten Wettkampf lieferten sich – wie erwartet – die Sportlerinnen im 1er-Kunstradfahren der Elite Frauen. Gleich drei Fahrerinnen aus Gifhorn mit ähnlicher Punktzahl gingen als aussichtsreiche Kandidatinnen auf den Titel an den Start. Marla Wohltmann eröffnete als erste der drei mit der niedrigsten eingereichten Schwierigkeit den Wettkampf, leistete sich jedoch leider einige größere Fehler. Für sie war es besonders ärgerlich, da sie mit 88,80 Punkten knapp die Qualifikationsnorm von 90 Punkten für das DM-Halbfinale verpasste.
Doch auch die nachfolgenden Starterinnen hatten Schwierigkeiten mit dem Boden und zeigten einige Schwächen. Mona Komnick, eigentlich die sicherste Fahrerin des RSV, musste gleich drei Stürze hinnehmen und fiel mit nur 80,18 Punkten hinter Marla zurück. Auch für Jennifer Zauter vom RV Adelheide, die erst in der vergangenen Saison vom RSV Löwe gewechselt war, lief es nicht besser. Sie erreichte 86,95 Punkte und reihte sich damit zwischen Mona und Marla ein.
Nun lagen alle Hoffnungen auf der letzten RSV-Starterin Elsa Pohlmann. Auch sie zeigte einige Unsicherheiten, konnte sich am Ende jedoch mit exakt 90,00 Punkten nicht nur den Landesmeistertitel sichern, sondern auch die Qualifikation für das DM-Halbfinale erreichen. Elsa ist erst in dieser Saison aus Hannover zum RSV Löwe gewechselt und bewies gleich, dass sie eine große Bereicherung für den Verein ist.
Doch das sollte nicht der einzige Landesmeistertitel bleiben. Eine Überraschung gab es im 2er-Kunstradfahren der Elite Frauen. Mit über 20 Punkten Rückstand in der eingereichten Schwierigkeit gingen Mona Komnick und Marla Wohltmann vom RSV Löwe an den Start. Im Gegensatz zu ihren Auftritten im 1er-Wettbewerb lief es hier nahezu perfekt. Ohne Sturz und mit einer sehr sauberen Ausführung beendeten sie ihre Kür und konnten ihre persönliche Bestleistung sogar noch einmal steigern.
Mit Spannung wurde anschließend der Auftritt des Teams vom RSN Schwanewede erwartet. Zwar hatten diese eine deutlich höhere Schwierigkeit eingereicht, doch das sollte sich nicht auszahlen. Das Team musste mehrere Stürze hinnehmen, die zu hohen Punktabzügen führten. Am Ende ging der Landesmeistertitel mit knappem Vorsprung nach Gifhorn. Gleichzeitig sicherten sich die Gifhornerinnen auch hier die Qualifikation für das DM-Halbfinale.
In der Klasse Juniorinnen U19, in der drei RSV-Talente starteten, war von vornherein klar, dass ein Podestplatz nur schwer erreichbar sein würde. Ziel war es daher, eine möglichst gute Platzierung zu erreichen. Als Erste ging Maja Rutsch an den Start. Sie zeigte sich ruhig und sicher und legte mit einer guten Punktzahl vor. Dadurch konnte Maja noch einen Platz gutmachen und sich auf einen starken 12. Platz vorarbeiten.
Etwas ärgerlich verlief der Wettkampf für Emma Kriebel. Für sie war es das erste Jahr bei den Juniorinnen und sie zeigte eine wirklich schöne und fehlerfreie Kür. Trotzdem reichte es am Ende nicht für eine bessere Platzierung. Aus unerklärlichen Gründen übersprang sie mitten in ihrer Kür drei Übungen. Diese wurden selbstverständlich aus der Wertung genommen, sodass sie durch die Punktabzüge vermutlich vier bis fünf Plätze verlor. Am Ende blieb Platz 10.
Etwas mehr erhofft hatte sich auch Alenia Lammers. Für sie galt jedoch die klare Devise: Bevor sie in der nächsten Saison in die Elite wechselt, wollte sie noch einmal volles Risiko gehen, um vielleicht doch das kleine Wunder zu schaffen und auf das Podest zu fahren. Deshalb nahm sie einige neue Übungen in ihr Programm auf, die im Training noch nicht hundertprozentig sicher klappten – doch sie hatte nichts zu verlieren. Leider funktionierte an diesem Tag nicht alles wie erhofft. Einige der neuen Übungen gelangen nicht optimal, sodass entsprechende Abzüge folgten. Doch wer nichts wagt, der nichts gewinnt – und am Ende blieb immerhin ein guter 6. Platz.
Mit drei Podestplätzen ist dies ein toller Erfolg für den RSV Löwe Gifhorn und bestätigt die konstant starken Leistungen der Sportlerinnen der Kunstradsparte. Für Elsa Pohlmann, Marla Wohltmann und Mona Komnick heißt es nun, sich wieder voll auf das Training zu konzentrieren und sich bestmöglich auf das DM-Halbfinale im September vorzubereiten, um dort vielleicht erneut den Sprung zur Deutschen Meisterschaft zu schaffen.